DAS RICHTIGE FEELING - Beziehungen leben im Juli


Niemals über dir.

Niemals unter dir.

Immer neben dir.

Walter Winchell

 



Nicht weinen, nicht herumtanzen, nicht laut sein, nicht wütend sein...

 

 ..und die Liste ließe sich noch wunderbar bis ins Unendliche verlängern, wenn es darum geht, unseren Kindern abzugewöhnen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Oder auch uns selbst.

 

Emotionen zeigen?

Das tut man nicht, schon gar nicht in der Öffentlichkeit!

 

Die Trotzphase ist so ziemlich der gefürchtetste Zeitabschnitt der Kindheit, denn da entdeckt das liebe Kindlein seinen eigenen Willen - und will ihn durchsetzen. Entwicklungspsychologisch ist ein Kind in der Trotzphase schlichtweg seinen Gefühlen ausgeliefert, und die Synapsen zu Logik und Klarheit sind noch nicht verknüpft. Die einzige Erkenntnis, die wir deshalb bei jedem Trotzausbruch einnehmen sollten, ist die Haltung von Verständnis, Geduld und Güte.

 

Das Kind (in uns) sucht immer dasselbe: Liebe & Anerkennung.

 

Aber wenn wir in der Kindheit gelernt haben, dass das nicht "passend" ist, dass wir dann nicht mehr geliebt werden, dann hören wir auf, intensiv zu fühlen.
Weil es einfach zu weh tut, wenn im Spiegel des Gegenübers keine Reaktion oder stets Ablehnung erzeugt wird.

Und dann?
Dann reagiert unser Körper:

 

Dir wird heiß oder dir wird kalt.
Du beginnst zu zittern oder deine Hände werden feucht.

Dir schießen die Tränen in die Augen oder deine Beine werden schwach.

Du bekommst rote Wangen oder hast Bauchschmerzen.

Und oft fließen auch die Tränen (wenn du nicht gleich wieder alles hinunterschluckst).

 

Anschließend reagiert dein Bewusstsein:

 

Warum fühle ich das?!

Darf ich mich so fühlen?
Was denken die anderen von mir?
Wie soll ich mich denn am besten fühlen?

 

Unser Hirn schreitet reglementierend ein, und meistens legt sich der automatisierte Schalter aus der Kindheit um: die Denkmuster (Thought-Forms) beginnen, zu wirken.

 

Je nachdem, wie weit du dich schon mit diesen unbewusst ablaufenden Sätzen auseinandergesetzt hast, beginnst du anschließend, zu handeln.
So wie es mir einmal ging, als ich im Salzburger Europark sah, dass eine Mutter ihr nörgelndes Kind einfach mit dem Knie gegen den Kinderwagen stieß.

 

Natürlich hätte ich auch weiter zusehen können - so wie all die anderen, die einfach nur dastanden und sich darüber aufregten, dass man doch so mit seinem Kind nicht umgehen könne.

Aber ich konnte nicht zusehen.

Ich wurde wütend.
Und Wut hat immer mit Werteverletzung zu tun.

 

In solchen Situationen ist man gut beraten, mit Bedacht zu handeln. Denn Aggression kann niemals durch Aggression bekämpft werden. Das führt ausschließlich zu Krieg - und was dann passiert, sehen wir seit Jahrhunderten.
Die Dame meldete ich also an der Info der Polizei. Und anschließend kümmerte ich mich um meine Emotionen. Denn nach der Wut kam die Trauer...

 

Ich bin davon überzeugt, dass Wut nur durch Liebe besänftigt werden kann. So wie ein trotzendes Kind nach seinem Wutausbruch unbedingt in den Arm genommen werden möchte.

Reagieren wir hier mit Liebesentzug, sind die ersten hemmenden Denkmuster vorprogrammiert. Und dann dürfen wir uns nicht wundern, warum die Gesellschaft so ist, wie sie ist. Warum Macht und Ohnmacht so nah aneinander liegen. Warum wir ständig Krieg führen. In unseren Familien, mit unseren Partnern, Ex-Partnern, Kindern und Eltern. Am Arbeitsplatz. In der Politik. Oder Volk gegen Volk. Wir alle haben nicht gelernt, dass es die Liebe ist, die alle Wunden heilt.

 

Die Liebe ist der höchste Wert des Menschen.

Und wenn ich von Liebe spreche, spreche ich von dem Gefühl der Verbundenheit.

Uns diesem Gefühl wieder ganz zu öffnen, ist wohl die derzeit größte Herausforderung.

 

Die Mehrheit der Menschheit denkt in ohnmächtigen Situationen:

Am besten, ich schalte das Fühlen jetzt aus.

 

Das sehen wir immer wieder in der Flüchtlingsdebatte.

Oder in der Viehwirtschaft.

Oder in der Schule.

Oder in der Corona-Krise, wie wir mit den Alten und Schwachen umgegangen sind.

Oder.... dir fallen bestimmt noch weitere Beispiele ein.

 

Was wir jetzt in diesem Monat - mit dieser Zeitqualität im Juli - auf jeden Fall (wieder) LERNEN können ist, zu fühlen! Eintauchen in deinen Körper. In das, was in dir ist. Ohne Bewertung.

 

Versuche, alles mit dem Verstand und der Vernunft zu regeln, scheitern meist kläglich - denn Argumente gibt es immer. Hier wie da.

Was es für ein gutes Miteinander braucht, sind Empathie, Verständnis und Wertschätzung.

Erst dann kann Beziehung auf Augenhöhe stattfinden und die Macht-Ohnmacht-Schleife ein Ende finden.

 

Wenn du in einem Konflikt mit Partner:innen oder Kolleg:innen gefangen bist, frage dich:

 

Wie FÜHLT es sich denn an?

Was macht das mit mir (Wut - Angst - Trauer?)
Wo spüre ich es - im Bauch, in der Brust, im Kopf?

 

Der beste Freund deiner Gefühle ist: ... dein Körper!

Dein Körper ist der Spiegel deines Unterbewusstseins.

Dein Unterbewusstsein steht in Beziehung mit deinem Inneren Kind.

 

Leider verlernen die meisten von uns im Laufe ihres Lebens, sich selbst ganz bewusst zu fühlen.

Wir nehmen uns keine Zeit, auf unsere Gefühle zu hören.

Wir glauben, wir müssen das Fühlen in gut und schlecht einteilen, anstatt sie  dankend als wunderbar wahrzunehmen. Über Gefühle kann so vieles heil (= ganz, in Ordnung) werden, das würden wir allein mit unserem Ratio gar nicht hinbekommen.

 

Ich fühle, also bin ich.

 

 

Ich habe zu diesem Monatsthema auch ein Video auf YouTube gestellt und freue mich, wenn du auch dort vorbeischaust.



ICH BIN Mars und Venus


Mal bist du vielleicht aufbrausend, und ein anderes Mal sanft. Die Archetypen Mars und Venus wechseln in dir - wie auch in jedem anderen Menschen - immer wieder die Plätze.

Wenn du in dich selbst hineinfühlst, und wenn du vor allem benennen kannst, wie es dir geht und was es mit dir macht, dann kannst du auch in Beziehung treten, kannst aussprechen was in dir vorgeht oder was du benötigst.

 

Arbeite also in diesem Monat Juli daran, Mars (Power, Energie, Vorwärtsbewegung) und Venus (Sanftmut, Schönheit, Empfängnis) in dir zu erkennen und vielleicht auch ein klein bisschen in Gleichklang zu bringen.

 

Was heißt das?

 

Du kannst dich darin üben, Gefühle zuzulassen, indem du zuerst mal dir selbst darüber bewusst wirst, welche das überhaupt sind. Anschließend kannst du sie so aussprechen, dass dein Gegenüber sie auch nehmen kann. Damit beginnt (wertvolle) Partnerschaft.

Und die ist mitunter wichtig, gerade in Zeiten wie diesen.


Feuer zu Erde


In den Harmonielehren des Feng Shui, die ich seit über 20 Jahren studiere, steht das Baguafeld 2, das sich im Südwesten befindet und den Sommer symbolisiert, für Partnerschaften und Beziehungen. Hier herrscht das Element Erde, das durch das Feuer fruchtbar wurde (siehe Juni-Blogartikel). Jetzt kann sich deine getroffene Entscheidungverdichten, formen und zu sichtbarer Materie werden. Die Natur zeigt es uns vor:  Wenn Mann und Frau sich vereinen, kann daraus schlussendlich ein Kind hervorgehen (Baguafeld 7 - Thema im August).


Oder noch eine andere Metapher: wenn die Biene die Blüten bestäubt, können die Früchte daraus entstehen. Wenn zwei Geschäftspartner kooperieren, können Projekte entstehen, die schlussendlich zu Erfolg führen.

Verstehst du das dahinterliegende Prinzip?

Es geht um die Vereinigung von Individuen, die ihr Potential koppeln. Daraus entsteht das Neue!

Und auf dich selbst umgelegt:

Wenn Bewusstsein sich mit deinem Gefühl koppelt, kannst du die Schätze, die in dir schlummern, nach außen bringen und ihnen durch dein Tun Sichtbarkeit verschaffen. Das ist der Weg der Materialisierung.

 

Im beruflichen Sinne sind dies die Kooperationen, mit denen du etwas Sichtbares erschaffen kannst, das mehr ist als ein Gedanke oder eine gemeinsame Vision. Es geht darum, gemeinsame Projekte nicht nur zu träumen, sondern auch in die Tat umzusetzen. Sei also wachsam was deine Gefühle betrifft: kooperiere nur dann, wenn es sich gut anfühlt.

 

Wie geht es dir mit deiner Beziehung zu dir selbst?

Wie geht es dir mit deiner Beziehung zu deinem Partner / deiner Partnerin?

Wie geht es dir mit deinen Geschäftsbeziehungen?

Hast du das Gefühl, du kannst dich auf sie verlassen, oder fallen dir deine Partner:innen immer wieder in den Rücken?

 

Die Welt ist dein Spiegel. Denn erst durch die Begegnungen im Außen wird das Ich zum Du. Um dich und deinen Körper zu "erden" - und eine stabile Beziehung eingehen zu können - braucht es wertvolle Nahrung. Und das betrifft sowohl deinen Geist als auch deinen Körper und deine gesamte physische Wesenheit, zu der auch dein Raum zählt, in dem du dich aufhältst.

 

Kinder lieben zum Beispiel alles was süß ist, und das aus gutem Grund: der Geschmack SÜSS ist der Urgeschmack des Lebens. Schon das Fruchtwasser oder die Muttermilch schmecken süß.

Wenn du also gerne zu viel Süßes isst, frage dich doch, wo dir die Süße des Lebens fehlt, wo du dich zu wenig erdest und zu unausgeglichene Partnerschaften / Beziehungen zu dir selbst oder deinem sozialen Umfeld lebst.

 

Dich "erden" kannst du mit Sport, Sex oder einfach in der Natur sein fördern, natürlich auch mit Essen und Trinken. Alles, was dich die Erde und das Leben selbst in deinem Körper spüren lässt, bringt dich hier weiter. Aber Achtung: es geht nicht darum, wahllos zu sein. Die Tugend der Mäßigung lässt dich erkennen, was hinter den vordergründigen Wünschen steht. Und das wiederum bedingt, dass du in dich selbst hineinfühlst.

Hast du Lust, generell mehr über die Harmonielehren des Feng Shui zu erfahren - ohne Esoterik, dafür mit wertvoll strukturiertem Wissen, dass dich besser reflektieren lässt?

Möchtest du endlich mal "klar Schiff" machen und dein Office oder dein Zuhause von allem Ballast befreien, den du nicht liebst?

Dann kann mein Onlinekurs VOM CHAOS ZUR HARMONIE dich dabei begleiten, alles loszulassen, was nicht zu dir gehört. Damit du endlich ganz bei dir selbst ankommst und wieder fühlst, siehst und weißt, wer du bist und wie du Gutes in dein Leben ziehst.


Der Juli lädt dich also ein, zuallererst die Beziehung zu dir selbst zu klären, um anschließend auch die Partnerschaften rund um dich liebevoller, klarer oder effektiver werden lassen. Ich wünsche dir viel Freude beim Üben, Fühlen und Erleben. Hab einen tollen Sommer!


Hi, mein Name ist Eva Hochstrasser und ich biete dir systemisches Business-Mentoring sowie psychologische Beratung und Coaching. Ich sehe als meine Mission, Menschen zu Selbstbewusstsein, Wertschätzung und Sinnhaftigkeit zu begleiten und helfe vor allem angehenden oder selbständigen Unternehmer:innen zum sichtbaren Erfolg.



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